Abdeckung
Verhältnis zwischen dem, was getestet werden kann, und dem, was mit der Testsuite getestet wird.
Abdeckungsart
Die Form, in der die Abdeckung der von der Testbasis ableitbaren Testsituationen dargestellt wird.
Abdeckungsgrad
Prozentsatz der durch die Abdeckungsart festgelegten Testsituationen, die durch den Test abgedeckt werden.
Abnahmetest
Ein von Benutzer(n) und Manager(n) in einer möglichst realistischen Betriebsumgebung ausgeführter Test, mit dem nachgewiesen werden soll, dass das entwickelte System den funktionalen und qualitativen Anforderungen entspricht.
Allgemeine Testvereinbarungen
Gesamte Vorgehensweise für die Einrichtung und Organisation der Testprozesse, die sich nicht nur auf ein bestimmtes Projekt oder eine Version bezieht. Beinhaltet allgemeine Vereinbarungen über den Testprozess, die Standardstrategie, das Schätzverfahren, die einzusetzenden Verfahren, die Organisation, die Kommunikation, die Dokumentation usw.
Angemessenheit
Umfang, in dem manuelle Vorgänge mit dem automatisierten Informationssystem übereinstimmen und inwieweit diese manuellen Vorgänge für die Organisation geeignet sind.
Anpassbarkeit
Fähigkeit, ein Element in einzelne Teile zu unterteilen, die in einer anderen Kombination ein neues, wertvolles Element für die spezielle Situation ergeben können.
Äquivalenzklasse
Bei der Anwendung von Äquivalenzklassen wird der gesamte Wertebereich eines Parameters in Klassen unterteilt, die ein ähnliches Systemverhalten aufzeigen (Äquivalenz).
Ausgangssituation
Situation, die gegeben sein muss, um das System für den Empfang des benötigten Inputs vorzubereiten. Dies umfasst nicht nur die Daten, die für die Verarbeitung notwendig sind, sondern auch den Zustand, in dem sich das System und die Systemumgebung befinden müssen. Es kann z.B. ein bestimmtes Systemdatum festgesetzt werden, oder es können bestimmte wöchentliche und monatliche Batch-Läufe durchgeführt werden, die das System auf einen bestimmten Stand bringen.
Bedingungs-/Entscheidungsabdeckung
Die möglichen Ergebnisse jeder Bedingung und der Entscheidung werden mindestens einmal getestet. Dies umfasst sowohl die »Bedingungsabdeckung « als auch die »Entscheidungsabdeckung«.
Bedingungsabdeckung
Die möglichen Ergebnisse der Werte »wahr« oder »falsch« werden für jede Bedingung mindestens einmal getestet.
Bekannte Fehler
Gefundene Fehler, die (noch) nicht behoben sind.
Benutzerakzeptanztest
Ein von dem oder den künftigen Benutzer(n) in einer möglichst »produktionsnahen« Umgebung durchgeführter Test, mit dem nachgewiesen werden soll, dass das entwickelte System die Anforderungen der Benutzer erfüllt.
Benutzerfreundlichkeit
Die Leichtigkeit, mit der das System für Endbenutzer zu bedienen ist. Diese allgemeine Definition wird oft unterteilt in die Fragestellungen, wie einfach es für Endbenutzer ist, den Umgang mit dem Informationssystem zu lernen, und wie einfach es für den erfahrenen Benutzer zu handhaben ist.
Benutzerfunktion
Eine vom Benutzer festgelegte Eigenschaft, die das gelieferte Produkt haben soll. Im Allgemeinen kann man die Benutzerfunktionen auch als Objekte oder Prozesse beschreiben.
Business Case
Der Business Case liefert die wirtschaftliche Rechtfertigung für das Projekt und beantwortet die Fragen: Warum unternehmen wir dieses Projekt, welche Investitionen sind erforderlich und was möchte der Auftraggeber mit dem Ergebnis erzielen?
Checkliste (Abdeckungsart)
Unstrukturierte Liste, in der alle getesteten Situationen aufgeführt werden.
Codereview
Methode zur Qualitätssteigerung des geschriebenen Codes, bei der das Produkt anhand der Spezifikationen und/oder Richtlinien und eines Peer-Reviews bewertet wird.
Defekt (Fehlerzustand)
siehe »Fehlerzustand«
Dynamisches Testen
Testen durch Ausführung des Testobjekts und/oder Ausführen von Software.
Effektivität
Umfang, in dem das Informationssystem den Anforderungen der Organisation und dem betreffenden Benutzerprofil entspricht, sowie der Umfang, in dem das Informationssystem zum Erreichen der Geschäftsziele beiträgt.
Effizienz
Verhältnis zwischen dem Leistungsniveau des Systems (ausgedrückt in Verarbeitungsgeschwindigkeit und Gesamtgeschwindigkeit) und der Menge verwendeter Ressourcen (CPU-Zyklen, Zeit für Eingabe/Ausgabe, Speicher- und Netzwerkkapazität usw.).
End-to-end-Test
Testart, bei der die End-to-End-Funktionalität eines oder mehrerer Systeme mit End-to-End-Testfällen getestet wird.
Entscheidungspunkt
Eine Kombination einer oder mehrerer Bedingungen, die wiederum die Bedingungen für die verschiedenen Möglichkeiten im nachfolgenden Systemverhalten festlegen.
Entscheidungsabdeckung
Alle möglichen Ergebnisse der Entscheidung werden mindestens einmal getestet.
Exploratives Testen
Prozess, bei dem das Lernen, Entwerfen und Durchführen von Tests gleichzeitig stattfindet, mit anderen Worten jede Art von Testen, bei der der Tester seine Testfälle während der Testdurchführung entwirft und die erhaltenen Informationen dazu verwendet, neue und verbesserte Testfälle zu entwerfen.
Failover-Möglichkeit
Eine Maßangabe darüber, wie problemlos das Informationssystem (oder ein Teil davon) an einem anderen Ort weiterlaufen kann.
Fehler
Menschlicher Fehler, der zu Fehlerzuständen und/oder Ausfällen führen kann.
Fehlerwirkung
Das Ergebnis oder Auftreten eines oder mehrerer Fehlerzustände. Es zeigt sich in der Abweichung des Istverhaltens vom Sollverhalten des Systems, von außerhalb des Systems betrachtet. Die Fehlerwirkung ist für die Benutzer sichtbar.
Fehlerzustand
Ergebnis eines im Code oder im Dokument angesiedelten Fehlers.
Flexibilität
Der Umfang, in dem der Benutzer Erweiterungen oder Änderungen am Informationssystem vornehmen kann, ohne dass das Programm selbst geändert werden muss. Oder: Der Umfang, in dem das System von der steuernden Organisation geändert werden kann, ohne dafür auf die IT-Abteilung angewiesen zu sein.
FPA-Funktionen
Unterteilung von Benutzerfunktionen in FPA-Funktionen: logische Datensammlung, Verknüpfungen, Eingabe-, Ausgabe- und Abfragefunktionen. Diese FPA-Funktionen sind die elementaren Bausteine, mit denen die Funktionalität eines Systems bestimmt wird.
Funktionaler Abnahmetest
Ein von dem oder den künftigen Benutzer(n) in einer möglichst »produktionsnahen« Umgebung ausgeführter Test, mit dem nachgewiesen werden soll, dass das entwickelte System den funktionalen Anforderungen entspricht.
Funktionalität
Die Sicherheit, dass die Verarbeitung von Daten korrekt, vollständig und gemäß den Beschreibungen in den funktionalen Spezifikationen erfolgt.
Funktionspunkt
Maßeinheit für die Funktionalität und/oder den Umfang der Anwendungssoftware.
Funktionspunktanalyse (FPA)
Methode zur technologieunabhängigen Messung der Funktionalität eines automatisierten Systems. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für eine Produktivitätsmessung, eine Schätzung der erforderlichen Mittel und die Projektsteuerung.
Geschäftsbasiertes Testmanagement
Durch das geschäftsbasierte Testmanagement soll dem Auftraggeber ermöglicht werden, den Testprozess nach rationalen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu steuern. Wichtige Faktoren des geschäftsbasierten Testmanagements sind Ergebnis, Risiko, Zeit und Kosten.
Grenzwertanalyse
Dieses Testprinzip basiert auf der Tatsache, dass ein Test rund um den Grenzwert eine größere Wahrscheinlichkeit bietet, Fehler aufzudecken.
Grundtechnik
Vorgehensweise, um Testsituationen von der Testbasis abzuleiten, mit denen die erforderliche Abdeckungsart erzielt werden kann.
Infrastruktur (Eignung der)
Die Eignung der Hardware, des Netzwerks, der Systemsoftware und des Datenbankmanagementsystems für die betroffene Anwendung und die Wechselbeziehung, in der die einzelnen Elemente dieser Infrastruktur zueinander stehen.
Inspektion
Formale Prüftechnik, bei dem die Produkte (Dokumente) von einer Gruppe von Experten gründlich geprüft werden. Es wird nicht nur festgestellt, ob die Lösung angemessen erarbeitet ist, sondern es soll auch ein Konsens über die Einschätzung der Qualität eines Produkts erzielt werden. Ziel der Inspektion ist es, dem Ersteller dabei zu helfen, in der verfügbaren Zeit so viele Abweichungen wie möglich zu finden.
Ketten-Integrationstest
Siehe End-to-End-Test
Kombinierter Test Testmethode, bei der Systemtest und funktionaler Abnahmetest in einer Teststufe zusammengefasst werden.
Konkreter Testfall
Konkrete Erarbeitung eines logischen Testfalls, wobei die benötigten Eingabewerte und die Einstellung der Umgebungsfaktoren zuvor bestimmt werden.
Kontinuität
Gewissheit, dass das Informationssystem ohne Unterbrechung weiterläuft, d.h., dass es auch nach schwerwiegenden Störungen innerhalb einer angemessenen Zeit wieder aufgenommen werden kann.
Kontrollierbarkeit der Daten
Leichtigkeit, mit der die Richtigkeit und Vollständigkeit von Informationen (im Laufe der Zeit) überprüft werden können.
Korrektheit
Der Umfang, in dem das System die angebotene Menge an Eingaben und Änderungen gemäß der Spezifikation zu konsistenten Datensammlungen verarbeitet.
Leistungsfähigkeit (Performance)
Schnelligkeit, mit der das Informationssystem interaktive und Batch-Transaktionen bearbeitet.
Logischer Testfall
Liefert eine logische Beschreibung der Gegebenheiten, in denen das Systemverhalten untersucht wird, indem angegeben wird, welche Testsituationen durch den Testfall abgedeckt sind.
Mastertestplan
Ein Testplan, in dem die unterschiedlichen Teststufen aufeinander abgestimmt werden.
Mehrfach-Bedingungsabdeckung
Alle möglichen Kombinationen von Ergebnissen der Bedingungen einer Entscheidung (d.h. die vollständige Entscheidungstabelle) werden mindestens einmal getestet. Dies schließt die »modifizierte Bedingungs-/Entscheidungsabdeckung « mit ein.
Modifizierte Bedingungs-/Entscheidungsabdeckung
Jedes mögliche Ergebnis einer Bedingung bestimmt mindestens einmal das Ergebnis der Entscheidung.
Online
Funktionsart eines Informationssystems, bei dem das Informationssystem Aufträge direkt ausführt und die Antwort (die Ausgabe) sofort auf dem Bildschirm oder Ähnlichem erscheint.
Orthogonales Array
Ein orthogonales Array LN(sk, t) ist ein zweidimensionales Array von N Reihen und k Spalten, die aus Elementen bestehen, die s Werte annehmen können, wobei jede Kombination aus t Spalten alle Kombinationen der s Werte in gleichem Verhältnis enthält.
Paarweises Testen
Durch das paarweise Testen werden alle Möglichkeiten jeder Kombination zweier Faktoren getestet.
Permanente Testorganisation
Linienorganisation, die Testdienstleistungen anbietet.
Portierbarkeit
Siehe Übertragbarkeit
Produktionsabnahmetest
Ein von den künftigen Administratoren in einer möglichst »produktionsnahen« Umgebung durchgeführter Test, mit dem gezeigt werden soll, dass das entwickelte System den Anforderungen entspricht, die von der Systemverwaltung festgelegt wurden.
Produktrisiko
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt in Bezug auf den zu erwartenden Schaden ausfällt, falls ein solcher eintritt:
Produktrisiko = Auftrittswahrscheinlichkeit eines Fehlers × Schaden,
wobei Auftrittswahrscheinlichkeit eines Fehlers = Fehlerwahrscheinlichkeit × Nutzungshäufigkeit
Produktrisikoanalyse
Analyse des zu testenden Produkts mit dem Ziel, dass Testmanager und andere Interessenvertreter zu einer gemeinsamen Einschätzung über die mehr oder weniger risikoreichen zu testenden Merkmale und Produktteile gelangen, um eine Bezugsgröße für die Intensität des Testens zu schaffen.
Prüfen
Auswertung der Zwischenprodukte im Systementwicklungsprozess.
Qualität
Gesamtheit der Merkmale und Eigenschaften eines Produkts oder einer Dienstleistung, die auf der Erfüllung der festgelegten oder impliziten Anforderungen beruhen.
Qualitätsmerkmal
Ein Qualitätsmerkmal beschreibt eine Eigenschaft eines Informationssystems.
Qualitätssicherung
Gesamtheit aller geplanten und systematischen Aktivitäten, die notwendig sind, um das erforderliche Vertrauen zu vermitteln, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung den festgelegten Qualitätsanforderungen entspricht.
Regression
Mit Regression wird das Phänomen bezeichnet, dass sich die Qualität eines Gesamtsystems infolge individueller Anpassungen verschlechtern kann.
Regressionstest
Ein Regressionstest hat als Ziel die Überprüfung, ob alle unveränderten Teile eines Systems nach der Implementierung einer Änderung noch korrekt funktionieren.
Review
Prüftechnik, bei dem ein zu 60-80% vollständiges Produkt an eine Reihe von Gutachter gegeben wird, mit dem Auftrag, es unter einem bestimmten Gesichtspunkt zu bewerten (abhängig von der Art des Reviews). Ein Review zielt in erster Linie darauf ab, Lösungsansätze aufgrund des Wissens und der Kompetenz der Reviewer zu finden sowie Fehler zu entdecken und zu beheben. Beispiele für Reviewarten sind: technisches Review (z.B. Auswahl eines Lösungsansatzes oder einer Alternative), Managementreview (z.B. Bestimmen des Projektstatus), Peer-Review (Prüfung durch Kollegen) und Expertenreview (Prüfung durch Experten).
Risikobericht
Beschreibung des Umfangs, in dem das System die festgelegten Qualitätsanforderungen erfüllt, sowie eine Beschreibung der Risiken, die damit verbunden sind, eine bestimmte Version in Produktion zu geben, einschließlich zur Verfügung stehender Alternativen.
Robustheit
Der Umfang, in dem das Informationssystem auch nach einer Störung normal weiterarbeitet.
Rolle
Beschreibung einer oder mehrerer Aufgaben sowie das Wissen und die Fähigkeiten, die notwendig sind, um diese Aufgabe(n) auszuführen.
Sicherheit
Die Gewissheit, dass das Abfragen oder Ändern von Daten ausschließlich durch befugte Personen erfolgen kann.
Startpunkt
Ausgangssituationen enthalten oft die gleichen Daten für mehrere Testfälle. Solche Daten werden daher in einem sogenannten Startpunkt für den gesamten Test festgehalten und nicht für jeden Testfall getrennt aufgeführt. Falls diese Information für mehrere Tests oder Tester bestimmt ist, spricht man von einem zentralen Startpunkt.
Statisches Testen
Testen durch Untersuchen von Produkten (wie z.B. Anleitungen oder Quellcode), ohne dass Programme ausgeführt werden.
Stub
Ein Simulationsprogramm, das ein Programm ersetzt, das von dem Testobjekt angesprochen oder aufgerufen werden soll.
Systemintegrationstest
Ein von dem oder den künftigen Benutzer(n) in einer möglichst realistischen Betriebsumgebung ausgeführter Test, mit dem gezeigt werden soll, dass die Vereinbarungen für die Schnittstellen des (Sub-)Systems eingehalten, richtig interpretiert und richtig durchgeführt worden sind.
Systemmanagement (Systemverwaltung)
Das Systemmanagement (die Systemverwaltung) ist verantwortlich für den technischen Betrieb der Software in der angestrebten Produktionsinfrastruktur.
Systemtest
Ein Systemtest ist ein von einem Entwickler unter (gut kontrollierbaren) Laborbedingungen ausgeführter Test, der nachweisen soll, dass das entwickelte System (oder Teile davon) den funktionalen und nicht funktionalen Spezifikationen und dem technischen Design entspricht.
Teilobjekt
Logisch zusammenhängender Teil des Testobjekts aus Sicht des zu testenden Merkmals.
Testart
Gruppe von Testaktivitäten zur Überprüfung des Informationssystems auf eine Anzahl zusammenhängender Qualitätsmerkmale oder Teilaspekte davon.
Testbarkeit
Die Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit der Merkmale des Systems nach jeder Anpassung getestet werden können.
Testbarkeitsreview
Detaillierte Prüfung der Testbasis auf Testbarkeit.
Testbasis
Die Testbasis stellt die Gesamtheit der Informationen dar, die das erforderliche Systemverhalten definieren.
Testdesigntechnik
Standardisierte Methode der Ableitung von Testfällen von einer bestimmten Testbasis, die eine bestimmte Abdeckung erreichen werden.
Testeinheit
Sammlung von Vorgängen, Transaktionen und/oder Funktionen, die zusammen getestet werden.
Testen
Testen ist ein Prozess, bei dem Einblick in die Qualität und die bestehenden Risiken geschaffen wird und der Empfehlungen zu beiden liefert.
Testen (ISO)
Technischer Vorgang, der aus der Bestimmung eines oder mehrerer Merkmale eines gegebenen Produkts, eines Prozesses oder einer Dienstleistung besteht und gemäß einer festgelegten Vorgehensweise durchgeführt wird [ISO/IEC 1991].
Testfall
Ein Testfall dient der Überprüfung, ob das System unter bestimmten Umständen das erwünschte Verhalten zeigt.
Testinfrastruktur
Einrichtungen und Ressourcen, die notwendig sind, um eine zufriedenstellende Ausführung des Tests zu ermöglichen. Es wird unterschieden zwischen Testumgebungen, Testwerkzeugen und Arbeitsplätzen.
Testintensität
Testintensität N = Sicherheit, dass alle Kombinationen von N aufeinanderfolgenden Pfaden abgedeckt sind.
Testlinie
Betriebliche Organisation zur Lieferung von Testdienstleistungen an einen oder mehrere Kunden. Eine Testlinie besteht aus einem festgelegten Team von Testern, einer Infrastruktur, Testwerkzeugen und standardisierten Arbeitsvorgängen.
Testmuster
Eine generelle Lösung für ein spezifisches, wiederkehrendes Testproblem.
Testobjekt
Das zu testende Informationssystem (oder das zu testende Teilsystem).
Testorganisation
Gesamtheit der Testfunktionen, Einrichtungen, Vorgänge und Aktivitäten sowie deren Verhältnis zueinander.
Testplan
In einem Testplan werden das allgemeine Konzept und die strategischen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem auszuführenden Test festgelegt. Der Testplan bildet den Bezugsrahmen während der Durchführung des Tests und dient außerdem als Instrument zur Kommunikation mit dem Auftraggeber des Tests. Der Testplan ist eine Beschreibung des Testprojekts, einschließlich einer Beschreibung der Aktivitäten und der Planung; aber er beschreibt nicht die eigentlichen Tests selbst.
Testprozess
Sammlung von Werkzeugen, Techniken und Arbeitsmethoden, die eingesetzt werden, um einen Test durchzuführen.
Testpunkt
Maßeinheit für den Umfang eines durchzuführenden Tests.
Testpunktanalyse (TPA)
Methode zur Durchführung einer technologieunabhängigen Messung der Testintensität eines Informationssystems auf der Basis einer Funktionspunktanalyse. Diese Messung dient als Grundlage für eine Produktivitätsmessung, für eine Schätzung der benötigten Ressourcen und für das Projektmanagement.
Testrahmen
Eine für eine Entwicklungsumgebung konfigurierte Sammlung von Software und Testdaten mit dem Zweck, eine oder mehrere Einheiten (Units) dynamisch zu testen, wobei Verhalten und Output überprüft werden.
Testrichtlinien
Beschreibt, wie eine Organisation mit Mitarbeitern, Ressourcen und Verfahrensweisen des Testprozesses in verschiedenen Situationen umgeht.
Testsituation
Einzelbedingung, bei der das Testobjekt ein spezifisches Verhalten aufzeigt, das getestet werden muss.
Testskript
Zusammenfassung von mehreren konkreten Testfällen, um sie effizient und einfach durchführen zu können.
Teststrategie
Aufteilung von Testaufwand und Abdeckungsgrad über die zu testenden Teile oder Aspekte des Testobjekts, mit dem Ziel, die wichtigsten Fehler so früh und daher so kostengünstig wie möglich zu finden.
Teststufe
Eine Teststufe ist eine Gruppe von Testaktivitäten, die gemeinsam verwaltet und ausgeführt werden.
Testteam
Eine Gruppe von Mitarbeitern, die unter der Leitung eines Testmanagers die Testaktivitäten durchführt.
Testtechnik
Sammlung von Aktionen, um ein Testprodukt durch eine allgemeine Methode herzustellen.
Testumgebung Zusammenstellung von Komponenten, wie z.B. Hardware, Software, Verbindungen, Umgebungsdaten, Wartungswerkzeugen und Verwaltungsvorgängen, mit denen ein Test ausgeführt wird.
Testware
Alle aus dem Testprozess hervorgehenden Testdokumente, die für Wartungszwecke eingesetzt werden können und daher übertragbar und aktualisierbar sein sollten.
Testwerkzeug
Automatisiertes Hilfsmittel, das Unterstützung für eine oder mehrere Testaktivitäten bietet, wie z.B. Planung, Steuerung, Spezifikation und Durchführung.
Testwerkzeug-Richtlinien
Beschreibt, wie eine Organisation die Anschaffung, Einführung und den Gebrauch von Testwerkzeugen in verschiedenen Situationen handhabt.
Testziel
Ein für den Auftraggeber testrelevantes Ziel, oft ausgedrückt durch IT-gestützte Geschäftsprozesse, realisierte Benutzeranforderungen oder Anwendungsfälle, kritische Erfolgsfaktoren, Änderungsvorschläge oder abzudeckende Risiken.
Treiber
Ein Simulationsprogramm, das ein Programm ersetzt, das die Steuerung und/oder den Aufruf des Testobjekts übernehmen soll.
Übertragbarkeit (Portierbarkeit)
Die Verschiedenheit der Hardware- und Softwareumgebungen, in denen das Informationssystem laufen kann, sowie die Leichtigkeit, mit der das System von der einen Umgebung auf eine andere übertragen werden kann.
Unit Test
Ein vom Entwickler in der Entwicklungsumgebung durchgeführter Test, mit dem gezeigt werden soll, dass eine Einheit (Unit) die in den technischen Spezifikationen festgelegten Anforderungen erfüllt.
Unit-Integrationstest
Ein vom Entwickler in der Entwicklungsumgebung durchgeführter Test, mit dem gezeigt werden soll, dass eine logische Gruppe von Einheiten (Units) die in den technischen Spezifikationen festgelegten Anforderungen erfüllt.
Verbindungsfähigkeit
Fähigkeit, eine Verbindung mit einem anderen Informationssystem oder innerhalb des Informationssystems herzustellen und zu modifizieren.
Verschlechterungsfaktor
Problemlosigkeit, mit der der Kern des Informationssystems nach Ausfall eines Teils davon wieder fortgesetzt werden kann.
Verwaltbarkeit
Der benötigte Aufwand, um das Informationssystem in betriebsbereiten Zustand zu bringen und dort zu halten.
Vollständigkeit
Die Gewissheit, dass alle Eingaben und Änderungen vom System verarbeitet werden.
Vortest
Testen des gelieferten Produkts mit dem Ziel, zu bestimmen, ob die Qualität des Produkts für die Durchführung eines vollständigen Tests ausreicht.
Walkthrough
Prüftechnik, bei der die Inhalte eines Produkts während eines Meetings vom Autor erklärt werden. Hierbei sind mehrere verschiedene Ziele denkbar: Schaffung eines gemeinsamen Ausgangspunkts für alle Beteiligten, Vermittlung von Informationen, Bitte um zusätzliche Informationen von den Beteiligten oder das Anbieten einer Auswahlmöglichkeit verschiedener vom Autor vorgeschlagener Alternativen.
Wartbarkeit
Die Leichtigkeit, mit der das Informationssystem an neue Benutzeranforderungen und neue externe Umgebungen angepasst werden kann oder mit der Fehler behoben werden können.
Wiederherstellbarkeit
Die Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit der das Informationssystem nach einer Störung wiederhergestellt werden kann.
Wiederverwendbarkeit
Ein Maß, inwieweit Teile des Informationssystems oder des Designs für die Entwicklung anderer Anwendungen verwendet werden können.
Zentraler Startpunkt
Siehe Startpunkt
Zuverlässigkeit
Umfang, in dem das Informationssystem störungsfrei bleibt.
Copyright für alle Texte des Glossars © 2009 dpunkt.Verlag
Auszug aus dem Buch "TMap® Next - Praktischer Leitfaden für ergebnisorientiertes Softwaretesten". Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des dpunkt.Verlags.![]()